Hallo Freunde des Rennsports

Aktuelle Meldungen

 

Diese Saison darf ich mich über die Teilnahme an der Endurance WM erfreuen, ich danke dem Team WSB Endurance für diese großartige Chance.

www.wsb-endurance.de

 

Termine 2017 

13.3.-17.3. Cartagena Training

18.3.-19.3. Valencia Training

15.4.-16.4. Le Mans 24h Endurance WM

4.5.-6.5. Aragon Power Cup Lauf 1+2

19.5.-20.5. Oschersleben 8h Endurance WM

9.6.-11.6. Slovakiaring Power Cup Lauf 3+4

23.6.-24.6. Slovakiaring 8h Endurance WM

28.7.-30.7. Suzuka 8h Endurance WM ????? noch offen.

1.9.-3.9. Brünn Power Cup Lauf 7+8

21.10.-23.10. Barcelona Power Cup Lauf 9+10

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Saisonrückblick 2016

Der Start in die neue Saison begann wie auch in den letzten 5 Jahren wieder in der Woche 11 im spanischen Cartagena, mit Auto und Motorradhaus Bürstadt.

Wie gewohnt waren Veranstalter, Wetter, Teilnehmer und Strecke aller 1. Sahne. Meine Box war gefüllt von Freunden, die zur Hälfte das 1. aber keineswegs zum letzten Mal mit dabei waren. In den Nachbarboxen die gewohnten Gesichter aus den Vorjahren, wie bei einem großen jährlichen Familientreffen :-) Ich freu mich schon jetzt auf nächstes Jahr.

Die Woche startete bereits am 1.Tag durch Erreichen meiner persönlichen Bestzeit sehr vielversprechend. An den folgenden Tagen versuchte ich meine Boxengäste mit der Ideallinie und meiner Fahrtechnik vertraut zu machen. Am Freitag dann das übliche Abschlussrennen, das ich mit einer Zeit von 1.37,2 und einer Verbesserung von 0,6 Sek. gegenüber dem Vorjahr gewinnen konnte.

Wir blieben noch bis Sonntagmorgen im Fahrerlager, bevor wir uns dann auf den Weg nach Barcelona machten, um uns von Montag bis Mittwoch als Zaungäste bei Speer-Racing einzuquartieren. Bereits am Dienstag jedoch begann es so stark in den Fingern zu kribbeln, dass ich mich für den halben Tag und für den Mittwoch inkl. Rennen eingeschrieben hatte. Als 3. qualifiziert, startete ich das Rennen bei schlechtem Grip durch viel Autogummi auf der Strecke und konnte meine pers. Bestzeit um 1.6 Sek. nicht erreichen. Leider musste in der 4. Runde abgebrochen und konnte aus Zeitgründen nicht mehr neu gestartet werden. Ergebnis: ein 2. Platz und die miserable Rundenzeit.

Am Donnerstag ging es dann weiter nach Valencia. Mit großen Erwartungen an die für mich noch unbekannte Strecke, startete ich das Training am Freitag von Turn zu Turn mit vielen technischen Änderungen, bis ich dann am Sonntag endlich das Setup meiner Kimi fürs Rennen bereit hatte. Als 2. hinter dem Britisch Superstock Pilot Jesse Trayler (Colchester Kawasaki) qualifiziert, startete ich ins Rennen.

Wer mich kennt, der weiß, die 1. Runde ist meine größte Stärke, und so hätte ich mich bereits in Kurve 1 an dem Briten vorbeidrücken können, doch mein Kopf sagte mir, bleib ruhig und versuche was zu lernen, immerhin war der Junge im Quali ja 1,4 Sek. schneller als ich. Das ganze Rennen über konnte ich an ihm dranbleiben, des Öfteren sogar mein Vorderrad zeigen. Wer schon mal in Valencia war, weiß aber auch das Überholen ist schwer, und so versuchte ich es in der langen Links vor Start-Ziel über die Kuppe außenherum, doch der Brite machte sich breit und bremste die Kurve immer auf Kampflinie an. Auf der Geraden hatte ich im 5. Gang immer den Begrenzer und konnte den Windschatten nicht ausnutzen. Ich hatte jedoch so einen Riesenspaß in diesem Zweikampf wie noch nie, und das Gesicht, als er mich nach dem Rennen fragte, ob ich ein IDM-Fahrer sei und ich antwortete ,,nein, nur ein Hobbyrennfahrer" unbezahlbar :-)

Mit einem Rückstand von 0,011 Sek. und einer Rundenzeit von 1.38,4 ging das Rennen höchst positiv zu Ende und Valencia gehört von nun an zu einer meiner Lieblingsstrecken :-)

Mai,  PowerCup Lauf 1 und 2 in Aragon

Am Freitag begann das Training bei sonnigem Wetter und Temperaturen bis 35 °C.

Nach genau einem Jahr wieder zurück auf dieser schnellen Hammerstrecke brauchte ich einige Sessions, um die 2 Minuten-Marke zu knacken, doch nach dem 4. Anlauf stand die Uhr knapp 3 Zehntel hinter meiner bisherigen Bestzeit von 1.58.6.

Am Samstag der 1. Lauf zum Cup unter besten Bedingungen war ein Start-Zielsieg mit neuer pers. Bestzeit von 1.58.2 und einem Vorsprung von 27 sec hatte ich die Befürchtung, eine langweilige Saison ohne Battle vor mir zu haben.

Am Sonntag war die Strecke kurz vor Lauf 2 noch etwas nass und es wurde eine Superpole ausgetragen. Es standen 40 min zur Verfügung, um eine schnelle Runde hinzulegen, die dann als Rennergebnis gewertet wurde. Ich blieb sehr zum Leidwesen meiner Frau Mirka in der Box und beobachtete die Rundenzeiten der Mitstreiter am Bildschirm, Mirka war fast am Durchdrehen :-), dann  machte ich mich etwa 10 min vor Schluss (ich dachte, wenn alle fertig sind, ist die Strecke frei und trockener) auf Zeitenjagd. Mit einer 1.57.9 konnte ich abermals meine Bestzeit in Aragon verbessern.

Das Highlight dieses Wochenendes war allerdings, dank meines Freundes Bruggi, die Testfahrt mit einer org. Ex-Lüthi Moto 2, von der ich schon lange träumte... Eine sensationelle Erfahrung mit einem WM Motorrad zu bremsen... einfach Hammer.

Mitte Mai dann, nach langem Ringen, hatte ich endlich die Neue 2016er ZX10R in der Garage, die ich bereits im Januar in Sepang testen und natürlich auch haben wollte. Kurz nachdem ich den Rennstreckenumbau absolviert hatte, kam die Einladung von Michelin zum Reifentest in Hockenheim. Mit null Kilometer auf dem Tacho galt es dann am Samstag, vorsichtig mit neuem Motorrad die Einstellungen zu finden und das Vertrauen zu den Reifen aufzubauen.

Bereits am Sonntag ging es  ins 1. erfolgreiche Rennen mit dem gerade erst aufgebauten Motorrad.

 Juni, PowerCup Lauf 3 und 4 auf dem Slovakiaring

Am Freitag satte 34 °C... Also beste Voraussetzungen und dennoch kam ich nicht auf schnelle Zeiten. Der in Aragon nicht anwesende Laurent Coubard schien bei jedem Trainingslauf die Nase vorn zu haben. Ende der Langeweile, yes, da war der Battle, auf den ich gehofft hatte.

Am Samstag wieder um 35 °C vor Lauf Nr. 3 hatte ich dann die bessere Runde und startete aus der Pole. Nach wenigen Runden hatte ich ohne mein Wissen bereits einen Vorsprung herausfahren können, doch nach den Trainingsläufen dachte ich, Laurent hängt mir am Hintern, was mich zu einem etwas wagemutigen Spätbremsversuch verleitete, der dann auch am Ende der Zielgeraden im Kiesbett endete. Nachdem dann das komplette Fahrerfeld an mir vorbeizog, startete ich meine Aufholjagd und konnte mich Runde um Runde nach vorn arbeiten, dabei meine pers. Bestzeit aus dem Vorjahr um sagenhafte 1,7 sec verbessern und das Rennen auf P11 beenden.

Sonntag dann wieder aus der Pole in Lauf 4 gestartet, konnte ich bei angenehmen 25 °C meine Konzentration wieder mehr auf mich lenken und meinen Gegnern am Ende 16 sec. abnehmen.

Juli, Mugello PowerCup Lauf 5 und 6

Da wir uns Anfang des Jahres wegen Umzugs ins neue Heim entschieden hatten, die Veranstaltung auszulassen, konnten meine Gegner so viele Punkte gutmachen, dass ich auf P3 des Cups zurückfiel.

Training Brünn

Um meine Chancen auf einen Cup-Sieg zu wahren, musste ich nun alle verbleibenden Rennen gewinnen. Also legten wir ein Trainingswochenende in Brünn ein, wo der nächste Lauf stattfinden sollte.

Am Freitag kam ich schon früh in einen guten Rhythmus und das Gefühl für's neue Motorrad wurde immer besser. Kleine Fahrwerksänderungen von KTS vor dem WE hatten sich bewährt und meine Rundenzeiten purzelten am Samstag in Regionen, die ich nie zuvor erreicht hatte. Letztendlich stand mit einer 2.05.7 eine Verbesserung meiner Zeit aus dem letzten Jahr um 0,9 sec an.

September, Brünn PowerCup Lauf 7 und 8

Mit den Rundenzeiten des letzten Trainings hier ging ich selbstbewusst ins Qualifying am Freitag und konnte mir bei Temperaturen um 35 °C mit 2.05.8 die Pole sichern.

Der 7. Lauf am Samstag verlief vom Start weg fantastisch, nach mehreren Runden mit 2.05 er Zeiten blickte ich zurück und sah schon weit keinen Gegner mehr hinter mir, ich drehte also langsam das Gas zu und fuhr mit konstanten Runden einen Vorsprung von über 14 sec. heraus.

Am Sonntag dann Lauf Nr. 8.

Ich wusste aus sicherer Quelle ;-), dass Laurent nicht wie am Samstag mit dem SC1, sondern nun mit dem SC0 ins Rennen starten wollte. Ich musste also in den ersten Runden damit rechnen, dass er mir das Leben schwer machen konnte. Ich drehte mich also in der 3. Runde um und sah Laurent an meinem Heck kleben. Ab da an drehte ich beherzt am Gas und steigerte das Tempo um gut eine Sekunde und konnte so abermals davonziehen. Nach 11 Runden im Ziel war der Abstand wieder bei beruhigenden 11 sec.

1000km DLC Oschersleben

Mitte September gab man mir die Chance für Michelin zusammen mit Max Fritzsch und Arne Tode beim DLC Lauf in Oschersleben an den Start zu gehen. Die Zielvorgabe war klar, ein Sieg musste her. Das Rennen verlief  trotz diverser Motorradproblemen sehr gut, Runde für Runde wuchs unser Vorsprung, bis am Ende eine Distanz von mehr als 3 Runden zum 2. platzierten Team stand. Ich konnte meine Konstanz und Ausdauer unter Beweis stellen und darf auf eine Wiederholung 2017 hoffen.

Oktober, Barcelona PowerCup Lauf 9 und 10

Das letzte Wochenende des Cups stand unter großer Spannung. Laurent hatte die Nase mit 5 Punkten vorn und Mark lag nur 4 Punkte hinter mir. Also musste ich vor allem meine Nerven unter Kontrolle behalten.

Das Training am Freitag war sehr durchwachsen, durch eine ganze Nacht voller Regengüsse war die Strecke bis etwa 11:30 Uhr nass, so dass wir erst spät mit dem Training beginnen konnten. Die Rundenzeiten waren mit 1.50.5 alles andere als zufriedenstellend, immerhin war ich hier schon mal mit 1.48 unterwegs. Laurent oder ich waren nie wirklich als Favorit erkennbar, Runde um Runde war mal er mal ich auf der Pole. Am Ende konnte ich mich dann doch noch durchsetzen und konnte gut schlafen :-)

Das Rennen am Samstag konnte ich ohne Gegenwehr von Laurent nach 11 Runden mit einem Vorsprung von 6 sec klar gewinnen. Jetzt waren wir beide vor dem letzten alles entscheidenden Lauf punktegleich. Egal auf welchem Platz wir nun ins Ziel kämen, hätte derjenige, der die Nase vorn hat, den Cup gewonnen.

Vor dem Rennen am Sonntag machte Laurent mir eine Kampfansage und wollte alles geben, um mir den Sieg abzunehmen. An dieser Stelle muss ich sagen, dass sich die Jungs im PowerCup und vor allem an der Spitze gut kennen und gegenseitig respektieren, so dass man in einem Zweikampf sich nicht darum sorgen musste, vom Gegner absichtlich in Sturzgefahr gebracht zu werden.

Vom Start weg folgte mir Laurent wie ein Schatten und zog Ende der 3. Runde aus dem Windschatten an mir vorbei, ich versuchte Ende der nächsten Runde das gleiche bei ihm und war schon einige Zeit an ihm vorbei, als er plötzlich während der Bremsphase wieder vorbeikam. So spät wie er konnte ich an dieser Stelle bei 300 kmh nicht bremsen. Respekt, dachte ich und suchte nach einer anderen Chance. Einige Runden lang studierte und überlegte ich, wie ich es anstellen könnte. Ich merkte, dass er im Kurvengeschlängel zwar spät bremsen, aber ich in Schräglage etwas besser beschleunigen konnte, so startete ich meinen Überholvorgang aus der langen Rechts heraus innen an ihm vorbei und war vorn. Nun hieß es konzentrieren und bis Start-Ziel so viel Abstand zu machen, dass er den Windschatten nicht für einen Konter nutzen könnte. Ich konnte mein Tempo minimal steigern, was ihn dann abreißen lies. Nach 11 Runden hatte ich einen Abstand von knapp 3 sec und den Titel in der Tasche.

Mit 7 Siegen in 8 Rennen des Cups hab ich meinen Titel verteidigt, bei 14 Rennen gestartet, 10 davon gewonnen, 3 mal 2. geworden.

Davon ein Rennen mit der 600er gefahren und P2 belegt :-)

Doch der größte Erfolg : meine 1. Saison ohne Sturz :-)

 

Nach der Saison ist vor der Saison :-)

 

Saison 2015

Power Cup Lauf 9 + 10

Saisonabschluss Power Cup auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya​ Die Woche in Barcelona war echt klasse! Erst fährt mein Schatz 3 Tage und ich spiele das Boxenluder, dann Rollentausch und ich fahre 3 Tage.:-) Am Mittwoch mal die ZX6R meiner Frau ein bissl im 600er Rennen ausgequetscht und tatsächlich einen Pokal für den 3. Platz aberäumt. Rundenzeit 1.56... nicht übel für eine Serien-600er. Power Cup Lauf 1 war durch wunderschönes Wetter unter genialen Bedingungen für den Cup Sieg mit dem obersten Treppchen auf dem Podium belohnt worden. Rundenzeit 1.49.2 das ist 0,9 Sek. schneller als meine bis dahin schnellste gefahrene Zeit auf dieser tollen Strecke. Der Cup war damit für mich entschieden :-) Power Cup Lauf 2 war ab der ersten bis zur letzten Kurve voller Spannung, die Führung wechselte bestimmt jede 2. Runde und nur wegen den Überundungen von 3 Fahrern kurz vor dem Ziel entschieden worden. Ich konnte meine Rundenzeit auf eine fantastische 1.48.9 verbessern und bin mit dem 2. Platz sehr zufrieden, schliesslich hatte ich in diesem Rennen durch den Zweikampf den grössten Spaß der gesamten Saison. Ich hoffe darauf, im Cup 2016 mehr solcher fantastischen Rennen zu bestreiten, denn ein hart erkämpfter 2. Platz hat mehr Wert als ein leichter Sieg ! An dieser Stelle den größten Dank an meine Unterstützer und Sponsoren Motorrad Höly​ , Elf Competition​, Bell Helmets​ , SC-Project​, Wieres Motorrad-Zubehör GmbH​ , Arcuoso sports clothing​, GL Motorradtechnik und an den genialen Dieter Brise, der mir einen bärenstarken Motor zusammen gebaut hat. Auch ein Dankeschön an Speer Racing​ für die tolle Saison

 

Brünn Power Cup Lauf 7 und 8

Am Freitag war es nass und kalt, da ich aber nur einmal im Jahr nach Brünn komme, lies ich es mir nicht nehmen, gleich beim 1.Turn mit Regenreifen auf die Strecke zu gehen. Wie es sich dann herausstellte, ganz gut so, denn die Wassertemperatur meiner Kimi stieg und stieg. Der Sache auf den Grund gegangen, fand ich einen Riss im Kühler. Nach der Reperatur durch den lieben Klaus von GL-Motorradtechnik, ging es am Mittag wieder auf die Strecke und der Kühler blieb dicht.
Am Samstag dann von P2 ins Rennen gestartet, konnte ich in Runde 3 sogar den Führenden Ende Gegengerade überholen und lag 2 Runden lang auf Siegeskurs, bis mir das Hinterrad langsam an Grip verlor und ich wieder auf P2 landetete. Erst dachte ich, der Reifen baut ab, doch Eingang Start-Ziel legte ich einen gewaltigen Drift hin, worauf ich einen Blick auf die Wassertemperatur warf und erschrocken fesstellte, dass über 110 Grad auf der Anzeige standen. Sofort gab ich Handzeichen und drehte den Gashahn zu. Der Grund war schnell gefunden: gebrochene Klemmschelle am Wasserschlauch zum Wärmetauscher.
Alles wieder repariert, ging es dann am Sonntag ins Rennen 2 bei etwas angenehmeren Aussentemperaturen, abermals von P2 gestartet, konnte ich diesmal dem Führenden nicht ganz folgen und fuhr mit Blick nach hinten den 2. Platz ein.
Alles in allem glücklich über das sturzfreie Erlebnis mit dem Kühlwasser und den Rundenzeiten, nehme ich 20 wertvolle Punkte mit nach Hause.

Mugello Power Cup Lauf 5 und 6

ein Wochenende zum abhaken.
3 x in Mugello 3x auf dem Besenwagen, Italien mag mich wohl nicht, dabei ist doch der
Mugello Circuit eine meiner Lieblingsstrecken.
Aug.2014 Getriebeschaden am Freitag, Motorwechsel und 2 schöne Rennen am Samstag und Sonntag.
Okt.2014 im 2 Kampf um den Sieg am Sonntag berührung und Sturz in der letzten Runde.
Aug.2015 am Samstag gleich 3x Rennabruch und kein weiterer Start. Am Sonntag aus P3 gestartet, bereits in Kurve 1 in Führung gegangen und versucht davon zu fahren. In Rund 5 schaute ich mich um und sah den Polemann mit seiner Yamaha hinter mir. Ich lies ihn in Runde 6 auf der Zielgeraden vorbei und wollte meine Kräfte und Reifen schonen. In Runde 7 kam dann das schnelle Ende des Rennen's, der Yamaha Fahrer stürzt und ich gleich mit.

https://youtu.be/O-b9CqYKPTg

 

Barcelona 24h

Anfang Januar klingelte mein Telefon und eine mir noch nicht allzulang bekannte Stimme fragte: Andy, willst du mit uns die 24h von Barcelona fahren?

Es war Ueli Furrer, der mir - ohne mich zu kennen - in Mugello im August 2014 nach meinem Motorschaden am Freitag seinen Ersatz-Motor zur Verfügung stellte, damit ich die Läufe zum Power-Cup am Samstag und Sonntag bestreiten konnte. Wie ich finde: eine Hammer-Geste.

Nach kurzer Rücksprache mit meinem Schatz, die übrigens sagte, was gäbe es da zu überlegen, sagte ich Ueli die Teilnahme zu. Sofort begann ich noch am selben Tag mit dem Vorbereitungstraining auf das im Juli stattfindende Event.

Ankunft Mittwoch abend

Auf der Strecke in Barcelona angekommen, konnte ich nicht anders als direkt in die Box gehen und mich mit den dortigen Gegebenheiten vertraut und den Team-Mitgliedern bekannt machen. Mein Herzschlag und Adrenalin erhöhten sich schon im Paddock, als ich die Ausmaße und Atmosphäre dieses Megaevents realisierte / wahrnahm.

Den Donnerstag…

nutzten Fahrer, Mechaniker, Helfer, Sponsoren und Teamchef, sich mit den Motorrädern, der Strecke, den Reifen, der Organisation, sowie untereinander vertraut zu machen.

Am Freitag…

das erste Kräftemessen beim Qualifying, bei dem sich meine Teamkollegen: Ueli Furrer, Patrick Wisler, Benno Beeler und ich auf einen zufriedenstellenden 17. Gesamtplatz landeten. Später kam das für jeden Fahrer nächtliche Pflichttraining, das mir für immer unvergesslich bleiben wird! Solch einen Spaß hatte ich unter klarem Sternenhimmel :-) Einfach ein unglaubliches Erlebnis!!!! Für mich wie ein Flug durch das Weltall :-)

Samstag Rennstart 15:00

Überraschenderweise war ich die Ruhe selbst, ich überlies den Teamkollegen das Warm-Up. Konzentrierte mich voll und ganz auf den Start und legte meine Strategie zurecht, gleich zu Beginn etwa 5 Runden lang pushen, um dann in die Schlange einzureihen, meinen Rhythmus zu finden, den ich eine Stunde lang gehen kann.

Pünktlich um 14:30 öffnete die Boxengasse.

Ich fuhr in die Startaufstellung und dort: Der schönste bisher erlebte Augenblick, seitdem ich Motorrad fahre… eine Atmosphäre, die man sich so nicht vorstellen kann, ein unglaubliches Gefühl als Fahrer auf der Seite zu stehen, die man vorher als Zuschauer immer bewundert hat.

Start 15:00

Nach dem Start kam ich innerhalb weniger Runden bis auf P 8 nach vorne und konnte den Platz halten. Nach etwa 25 min veränderte sich das Motorrad stetig bis hin zur völligen Unfahrbarkeit und zwang mich nach 38 min frühzeitig in die Box. Fazit: ein platter Vorderreifen. Das kostete uns einige Positionen, die wir aber schnell wieder aufholen konnten. Nach 4 Std 40 min ein dramatischer Moment: nach dem Fahrerwechsel raste Patrick auf die erste Kurve zu und hatte völliges Bremsversagen. Mit viel Können und Glück konnte er das Schlimmste wohl gerade noch verhindern, und schoss mit rasantem Tempo durchs Kiesbett, bis er, kurz bevor er zum Stillstand kam, stürzte. Dabei ist ihm zum Glück nichts passiert und an unserem Motorrad auch keine größere Schäden entstanden. Doch wollte sie dann einfach nicht mehr anspringen und Patrick musste unsere dicke Bertha auch noch ein gewaltiges Stück bergauf schieben, um zurück zur Box zu gelangen. Wir in der Box hatten das Ganze irgendwie gar nicht mitbekommen, wir sahen zwar, dass keine Rundenzeit mehr angezeigt wurde, haben aber eher gedacht, der Transponder hätte den Dienst quittiert oder er wäre verloren gegangen. Das dauerte insgesamt 31 min (etwa 15 Runden), bis wir wieder ins Rennen gehen konnten.

In der Nacht kämpften wir uns mit großem Einsatz und schnellen Runden wieder bis auf P12 zurück nach vorne. Nach 23 Std 19 min dann der letzte Fahrerwechsel und zugleich der dramatischste Moment des Rennens… Unser Motorrad war kurz vor dem Aus, die rote Lampe ging an und das Kühlwasser war ausgetreten. Hecktisches Geschehen in der Box, mindestens 20 Personen rannten aufgeregt mit Wasserflaschen zwischen Motorrad und Wasserhahn, um den Motor wieder mit Kühlwasser zu füllen, was natürlich mit überhitztem Kühler keine einfache Aufgabe ist. Ich konnte meine Tränen in solch einem Moment nicht mehr zurückhalten und fürchtete das Rennen nicht zu beenden. Mit 11 min Verzögerung gingen wir wieder auf die Strecke, die Box stand unter Wasser.

Benno konnte nach 15 Runden mit gezogener Handbremse das Rennen beenden und alle waren über den 13. Gesamtrang sehr zufrieden.

Fazit: Ich kann jedem nur wünschen, die Chance auf ein solches Erlebnis zu bekommen! Wenn ihr sie habt, ergreift sie!!!!!

Was ich mitnehme: ein unvergessliches Wochenende, viele neuen Erfahrungen, sehr viele Trainingskilometer, viele nette neue Freunde, ein mega Muskelkater und ein fehlendes Stück Haut an meinem Hintern. Ich würde es jedoch jederzeit wieder tun!!!!

An das gesamte Team:

Ich danke euch für diese wundervolle Zeit und bin stolz ein Teil dieser tollen Mannschaft gewesen zu sein.

An Ueli: Danke für deinen Anruf, mein Freund!!!

Slovakiaring Power Cup Lauf 3+4

http://youtu.be/3RZzmAFcfB0

http://youtu.be/qE9bi2Jpi8Y

Das Wochenende mit dem großen Fragezeichen haben wir gut überstanden.
Da ich noch nie am Slovakiaring war, wusste ich nicht, wie ich im Vergleich zur Konkurenz aufgestellt sein könnte und rechnete nicht mit diesem positiven Ausgang.
Im Training auf P2 startete ich aus der 1. Reihe in das 1. Rennen am Samstag, seit langer langer Zeit mit stehendem Start hatte ich diesen auch gleich mal richtig vermasselt.
Es dauerte aber dann nicht lange und ich lag in Führung, in der 2. Runde hatte ich eine 2.09.91 auf meinem Laptimer und konnte mit großem Vorsprung Rennen 1 gewinnen.
Im Rennen 2 dann mit einem besser geglückten Start konnte ich schon aus der 1. Kurve die Flucht nach vorne antreten, mit einer Zeit von 2.09.88 gelang es abermals mit großem Vorsprung den Sieg einzufahren. Bei Temperaturen jenseits der 30 °C kein leichtes Wochenende, mit vielen Rennstürzen und Up und Downs.
Vielen Dank an meine Sponsoren:
Motorrad Höly, Wieres Motorrad-Zubehör GmbH, Bell Helmets, B&C Entertain, GL-Motorradtechnik, Speer Racing SC-Project

 

Aragon Power Cup Lauf 1+2

Bei den besten Bedingungen mit viel Sonne und über 30 °C im Schatten war das Wochenende mit 2 Siegen ein voller Erfolg.

Am Freitag beim Qualifying bewegte ich mich ständig auf dem 2. Platz, womit ich meine eigene Vorgabe voll erfüllte. Beim fliegenden Start konnte ich mich bereits in der 1. Kurve am Führenden vorbeibremsen. Durch meine Reifenwahl mit dem soften Hinterreifen an den Start zu gehen, konnte ich es somit voll ausnutzen und einen komfortablen Vorsprung herausfahren. Als der Reifen nach etwa 3/4 des Rennens nachließ, reduzierte ich das Tempo und konnte meinen Vorsprung bis ins Ziel behaupten.

Im 2. Rennen war der Polemann natürlich auf mein Manöver aus dem Rennen 1 vorbereitet und fuhr beim Start schon auf der Start-Zielgeraden einen Zig-Zag-Kurs und bremste Kurve 1 soweit innen an, dass ich mich nur außen neben ihn bremsen konnte. Damit war ich dann in Kurve 2 auf der inneren Linie und konnte vorbeifahren. Anders als im Rennen 1 startete ich im Rennen 2 mit dem mittelharten Hinterreifen und konnte dadurch meine Pace über die kompletten 11 Runden aufrecht erhalten und gewann auch diesmal mit großem Vorsprung.

Das Wochenende brachte mich somit dem Ziel, den Cup zu gewinnen, einen gewaltigen Schritt voran :-)

 

Cartagena 2015

Mit großen Erwartungen und neuem Wohnwagen starteten wir zur diesjährigen Trainingswoche ins spanische Cartagena.

Der Saisonstart hatte viele positive Überraschungen für uns parat, so war das Wetter besonders gut im Vergleich zu den vergangenen Jahren und die gefahrene Rundenzeit purzelte um eine ganze Sekunde auf eine 1:37.8.

Die familiäre Athmosphäre unter den Teilnehmern und dem Veranstalter Auto und Motorradhaus Bürstadt ist kaum zu übertreffen.

Im Anschluß fuhren wir noch 2 Tage nach Aragon um die Strecke kennen zu lernen und Kimi's Setup auf das 1. Rennen zum Power-Cup auf diesem Track vorzubereiten. Auch da hatte der Wettergott gute Laune und bescheerte uns schöne und erfolgreiche Trainingstage.

Die neue Saison startete damit schon sehr vielversprechend und wir sind voller Motivation.

Unser neuer Wohnwagen, der seine Jungferfahrt mit Bravur bestanden hat und uns bei den Rennwochenenden luxuriös behausen wird.

 

Power Cup Lauf 11 und 12 in Barcelona

bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel war das Wochenende zu dieser Jahreszeit für uns eine wahre Offenbarung. Zum 1. Mal auf der Strecke in Barcelona dauerte es schon einige Umläufe, um eine einigermaßen akzeptable Rundenzeit hinzubekommen. Doch bereits nach dem 3. Turn hab ich mich in diese wundervolle Strecke verliebt und es machte soviel Freude eine Runde nach der anderen zu drehen, dass die Zeiten geradezu von selbst purzelten. Am Samstag zum 11. Lauf startete ich aus P2 und übernahm schon in der 2. Runde die Führung. Ich konnte einen respektablen Vorsprung aufbauen, bis der Hinterreifen langsam an Grip verlor, so dass mein Tempo um etwa 1,5 Sekunden nachlies und der Verfolger bedrohlich aufholte und bis zum Zielstrich nur noch eine knappe Sekunde hinter mir lag. Zum Lauf Nr. 12 am Sonntag wollte ich dann strategisch die Reifen schonen und so lange wie möglich auf der 2. Position verweilen, doch wer mich kennt, der weiß, hinterherzufahren ist nicht so mein Ding, und es dauerte nicht lange, da war ich auch schon wieder in Führung. In der 3. Runde wurde abgebrochen und nach einigen Minuten für 6 Runden neu gestartet. Diesmal harrte ich geduldig aus und überholte erst in der 4. Runde den Führenden zu einem weiteren Sieg. Da der Führende im Cup zweimal enorm knapp den 3. Platz einfuhr und somit den Gesamtsieg mit 1 Punkt Vorsprung holte, landete ich nur auf dem 2. Gesamtrang. Schöner hätte ein Saisonabschluss aber wirklich nicht sein können, vom Wetter über die Strecke bis hin zu den Freunden vor Ort, alles genial :-) Wiederholung ? Immer wieder !!!!

 

Mugello Power Cup

Lauf  9+10 verliefen nicht ganz reibungslos. Am Samstag startete ich in den 9. Lauf  aus der Pole und führte 8 von 10 zu fahrenden Runden mit neuer persönlicher Bestzeit von 1.56.7 das Feld an. Am Anfang der 9. Runde überholte mich der Zweitplatzierte Ende der Start-Zielgeraden aus dem Windschatten und fuhr die komplette Runde vor mir. Das Tempo brach um 1,5 Sekunden ein und ich versuchte Ende der 1. Kurve die Führung zurück zu gewinnen. Leider etwas zu optimistisch setzte ich mich daneben und konnte beim Einbiegen in Kurve 2 den Zusammenstoß nicht verhindern. Dabei kam ich zu Sturz und meine Kimi überschlug sich in einer mächtigen Staubwolke im Kiesbett.

Den Abend verbrachte ich mit der Reparatur von Kimi, so dass ich am Sonntag zu Lauf Nr. 10 wieder startklar war. Durch ein Unwetter in der Nacht war es dem Veranstalter zu gefährlich, auf der noch nassen und teilweise nebeligen Strecke ein Rennen zu starten, und ließ eine Superpole austragen. Zuerst mit Regenreifen in die 40 minütige Session gestartet, wechselte ich nach etwa 20min auf die Slicks, um auf der langsam abtrocknenden Piste die Zeiten zu verbessern. Mit einem Vorsprung von 3,4 Sek. auf die zweitbeste Zeit gewann ich die Superpole.

2x in Mugello und 2x auf dem Besenkarren, aber eines der schönsten Fleckchen Asphalt auf diesem Planeten :-)

 

IDM Finale Hockenheim

Was für ein geiles Wochenende
Der Wettergott hatte meine Gebete erhört und mich ein Rennen unter besten Bedingungen bestreiten lassen.
Am Freitagmorgen im 1.Training waren stellenweise noch feuchte Stellen auf der Strecke, so dass mein Heimvorteil mich kurzzeitig auf die 5. Position spulte , da beinahe alle sich erst orientieren mussten, während ich genau wusste, wo sich die trockene Linie befand .
Der Tag verlief ohne Probleme und ich sammelte die ersten Erfahrungen im IDM Starterfeld.
Am Samstag beim Qualifying verzichtete ich aus Budgetgründen auf den superweichen Reifen und fuhr unter Rennbedingungen (Reifen und Spritmenge) auf den 23. Startplatz.
Mit ziemlich hohem Puls und Magengrummeln ging es ins 1. Rennen des Sonntages und meines Gaststarts in der höchsten deutschen Rennklasse
Nach einem verhaltenem Start wurde es in der ersten Kurve dann gleich auch noch etwas eng und ich zog ein wenig zurück um die 1. Runde heil zu überstehen.
Von Runde zu Runde kam ich dann immer besser in Fahrt und kämpfte mich Platz für Platz nach vorne und beendete das Rennen auf einem 17. Gesamtrang und dem 11. Superbikeplatz
Alles in Allem ein sehr aufregendes Wochenende voller Emotionen, neuer Eindrücke und unheimlich viel Spaß im Team Das schreit gerade zu nach Wiederholung
Ich möchte mich ganz herzlich bei Allen bedanken, die an mich geglaubt haben, die mich seelig und moralisch gestärkt haben, bei meinem Mechanikerteam, den Helfern und Betreuern, bei GL Motorradtechnik,
Klaus Thiele Suspension, Pirelli, Marvin Fritz für den Boxenplatz, meinen Fans und meinem Schatz, die mir das alles überhaupt erst ermöglicht hat.

 

 

Mugello

Mugello Power-Cup: eine wunderschöne Strecke, geniales Wetter und ein Motorschaden. Am Freitag zum 1. Mal auf dieser faszinierenden Strecke unterwegs, ging mir bereits im 4.Turn nach der 2. Runde das Getrieberad des 2. Gangs in 1000 Stücke :-( Also Getriebe geöffnet, um zu sehen, was los ist, und mit Entsetzen festgestellt, dass der Motorblock auch Schaden genommen hat. Nun war der erste Gedanke Adieu Saison, das war's. Immer dann, wenn man am wenigsten damit rechnet, wiederfährt einem dann auch mal was Positives, indem ein guter Samariter auftaucht und einen Motor als Leihgabe anbietet. An dieser Stelle einen riesigen Dank an Ueli Furrer !!!!! Also Freitagabend genug zu tun. Motor ausbauen-Motor einbauen :-) Samstag dann zum 1. Rennen aus der Pole mit geliehenem Motor gestartet, den 3. Platz belegt. Am Sonntag lief es dann Dank besserer Streckenkenntnis noch besser und mit nur 0.024 sec Rückstand auf den Gewinner ins Ziel gekommen. Mit einer 1.58.5er Rundenzeit kann ich auf dieser Strecke fürs erste Mal sicher zufrieden sein :-)

 

Oschersleben

Das Pfingstwochenende in Oschersleben ist überstanden,
Der Bus ist entladen, und wir kommen ins Resümieren des Rennwochenende's.
Beim Training am Freitag gleich zu beginn die Rundenzeiten des letztjährigen Pirelli Cup's leicht unterboten,und auf der Pole ins 1.Rennen bei brütender Hitze gestartet ging ich als Führender von der ersten Kurve an mit konstanten 1.31ern als Sieger ins Ziel.
Rennen 2 dann wieder Start-Ziel-Sieg mit wiederum konstant 1,31er Rundenzeiten.
Es war wie verhext, wollte ich doch unbedingt mal eine 1,30 fahren.
An diesem Wochenende von Pirelli auf Metzeler gewechselt, glaubte ich fast einen Fehler begangen zu haben also ging ich ins 2. Rennen auf Pirelli an den Start, doch da war keinerlei Verbesserung zu sehen noch zu spüren.
Als ich nach dem 2. Rennen eigentlich schon zusammenpacken wollte, hatten wir noch einen Trainings Turn zugute. Da Tead und ein weiterer Fahrer aus einem WM Langstreckenteam mich dazu überedeten, ging ich dann doch noch einmal auf Zeitenjagd, ein paar Runden mit Tead haben dann den Ehrgeiz in mir geweckt und ich legte erst eine 1,30.9 vor und gleich noch eine 1,30.2 nach.
Ich kann euch sagen da war Jubeln angesagt, ich kanns immer noch nicht ganz glauben.

 

Lausitz

Der 1. und 2. Lauf im Power-Cup auf dem Eurospeedway Lausitz erfolgreich abgeschlossen. Am Freitag beim strömenden Regen ins 1. Training gestartet, hatte der Wetter-Gott dann doch Einsicht gezeigt und sich auf Sturmböen beschränkt, so dass es über das Wochenende meist trocken blieb. Im Zeittraining auf den guten 2. Startplatz gefahren, war ich mit meinen Rundenzeiten aber doch eher unzufrieden. Rennen 1 mit gutem Start bereits ab der ersten Kurve die Führung übernommen und mit einem Vorsprung von 9 Sekunden einen Sieg eingefahren.

Im Anschluss gab es ein GP Rennen, bei dem ich ebenfalls aus P2 startete. Wieder war der Start perfekt und ich in Führung, doch nach der Hälfte der Renndistanz lief ich auf einen sehr langsam fahrenden Fahrer, der mich leider so sehr aus meinem Rhythmus brachte, dass ich beim Anbremsen den Gang verfehlte und mich für das Kiesbett entscheiden musste und kam da zum Sturz. Der Schaden am Motorrad hielt sich zum Glück in Grenzen, so dass ich am Sonntag wieder am Start war.

Der 2. Lauf zum Power Cup verlief exakt wie der 1., so konnte ich die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen. Der im Anschluss stattfindende Sprint verlief ebenfalls ohne Vorkommnisse und somit ein weiterer Sieg auf meinem Konto.

Alles in Allem zwar nicht die gesetzten Ziele erreicht, aber neue Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt. Die Lausitz wird uns zukünftig nicht mehr sehen, da jedesmal das Wetter sehr bescheiden war und die Strecke keinerlei Freude in mir hervorruft.

 

1000km Hockenheim


Die 1000km von Hockenheim 2014 sind gestern mit Höhen und Tiefen, aber insgesamt positiv verlaufen. Vom Startplatz 4 aus ins Rennen gestartet, haben wir den 3. Gesamtrang erreicht.
Nach dem 1. Fahrerwechsel bekamen wir durch ein kleines Missgeschick in der Boxengasse eine 20 sec. Strafe, die uns von Rang 3 auf 7 zurück fallen ließ. Aber wir konnten durch eine kleine Korrektur der Strategie diese wieder herausfahren und waren wieder auf Podiumskurs. Wir waren knappe 8 sec. hinter den 1. Platzierten als eine Safety Car Phase kam und uns hinter das 2. Safety Car setzte während die Konkurrenz das 1. erwischte und dadurch wieder 1 Minute gewann. Ein erneuter Strategiewechsel sollte uns wieder nach vorne bringen, doch dann bremste uns ein kleiner technischer Defekt aus und wir mussten einen zusätzlichen Fahrerwechsel absolvieren der uns letztendlich den möglichen Gesamtsieg kostete.
Aber das MCA Team hat mit dem Platz auf dem Treppchen das gesetzte Ziel erreicht und wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung. 
Ein ganz großes Dankeschön an unsere Sponsoren Wunderlich, Pirelli, GL-Motorradtechnik, Motorrad Center Altendiez GmbH Stefan Schmidt und seinen professionellen Mechaniker an Peter Preussler und seine professionelle Boxencrew, an meinen Mechaniker und alle Helfer und
Freunde die uns die Daumen drückten.
2015 sind wir wieder dabei :-)
 

 

Zusatztermin Hockenheim 6.4.2014

Da in Anneau du Rhin wegen angeblich zu hoher Lautstärke meines Motorrades keine Trainingsteilnahme möglich war, entschloss ich mich kurzfristig zu einem Training auf dem Hockenheimring.
Mit frisch revidiertem Fahrwerk und langer Abwesenheit in Hockenheim, war der 1. Turn von unwohlem Gefühl beherrscht. Nach anfänglicher Suche nach dem richtigen Setup und 1.48er Zeiten steigerte sich dann doch schnell das Vertrauen und die Zeiten purzelten trotz dichtem Verkehr in die 1,46er herunter. Das beste aber war, dass ich 6 Turns mit ein und demselben Reifensatz (ca. 55 Runden) absolvierte und im letzten Turn immer noch eine 1,46,8 geschafft habe. Die TC war ganz schön im Stress 

 

Kurzer Bericht aus Carthagena...

Schon die Anreise hatte für einen großen Adrenalinstoß gesorgt, um etwa 11:30 am Sonntag auf der Autobahn zwischen Barcelona und Valencia hatte man versucht uns zu berauben. Ein vermeintlich Alleininsasse eines Golfs gestikulierte wie wild um uns auf ein Problem an unserem Transporter aufmerksam zu machen, und drängte uns auf der Standspur halt zu machen. Er zeigte auf unseren rechten Hinterreifen und laberte in gebrochenem Englisch und Deutsch etwas unlogisch daher. In diesem Augenblick wurde mir klar, da ist etwas im Busch und ich ging aggressiv auf den 1,80 großen 100 Kilo schweren Typen los. Sofort suchte ich den Komplizen, der sich samt unseren Wertsachen hinter dem Transporter versteckte und jagte die Beiden ohne Beute davon.

In Carthagena angekommen waren die Jungs aus der BSB gerade auf der Strecke zugange. Da freuten wir uns auch einen alten Bekannten anzutreffen.

Das Wetter war die Woche über etwas kühl, was aber dem auftretenden Problem mit zu wenig Zugstufe an meiner Gabel eher zugute kam. Das Training war mit einer Verbesserung um 1,5 Sekunden meiner bisher schnellsten Rundenzeit erfolgreich und im Rennen konnte ich vom Start weg eine stets wachsende Lücke zu den Verfolgern auftun. 

Durch die freundliche Leihgabe meines Freundes und Förderers Walter Hager 
startete ich mit seiner Triumph Daytona 675 im 600er Rennen und belegte da den 3. Platz hinter zwei sehr schnellen jungen Skandinaviern.

Die Woche mit Auto und Motorradhaus Bürstadt zeigte sich wieder einmal von seiner schönsten Seite, die vielen bekannten Gesichter und die familiäre Atmosphäre sind Garantie für Spaß und gute Laune.

An Alle dabeigewesenen.... es hat uns sehr gefreut euch wieder zu sehen.
Bis zum nächsten mal in 2015 !!! 

 

 

 

Cartagena wir kommen

Endlich, die Winterpause neigt sich dem Ende zu. Schon viel zu lange ist es her, den Sound eines mit 13500 U/min kreischendes Triebwerks zu hören, die Beschleunigung von 200PS zu spüren, und das Gefühl in voller Schräglage dem Asphalt so nahe zu sein.

Morgen geht es los zum Saisonauftakt in die Sonne Spaniens, auf eine Rennstrecke die duch ihre Vielfältigkeit sehr viel Freude und Fahrspaß bietet. Zum 4. Mal in Folge mit dem gleichen Veranstalter viele bekannte Gesichter wieder treffen.

Lady's and Gentleman I start my Engine :-)

 

 

 

Saison 2013 ist zu Ende.

Es war nicht alles perfekt, aber dennoch mit großer Zufriedenheit verlaufen. Seit nun über 5000 km sturzfrei und nur einem technischen Ausfall, hat sich das Ziel des Gaststarts in der IDM leider nicht erreichen lassen, doch wir gehen die Saison 2014 mit großer Hoffnung und Enthusiasmus an. Zum Saisonstart ist die Trainingswoche in Cartagena bereits gebucht und das Hauptaugenmerk liegt vor allem in der Abstimmung der Motor-Elektronik. Kimi ist momentan komplett zerlegt und wird in den nächsten Wochen einem Intensiv-Check unterzogen.

Fürs nächste Jahr ist ein wiederholter Start in der Pirelli-Superstock-Serie geplant und ich werde versuchen, so oft wie möglich in Hockenheim zu trainieren, um für eine eventuelle Teilnahme bei der IDM vorbereitet zu sein.

see you on Track 2014 :-)

 

Pirelli Superstock Finallauf Lausitz

Eigentlich waren 2 Läufe zur Meisterschaft geplant, doch leider musste Lauf 1 bereits in Runde 3 wegen einer hunderte Meter langen Ölspur abgebrochen werden. Wegen des engen Zeitplans konnte keine Wiederholung stattfinden und es wurde nur Lauf 2 gewertet. Im 1. Lauf noch genial gestartet und bis zum Abbruch in Führung, ging es in Lauf 2 nicht so gut von statten. Nicht ganz optimal gestartet gingen die Fahrer aus Reihe 1 an mir vorbei und ich musste die 1. Kurve schon auf Angriff gehen, um dann wenigstens als Dritter auf die folgende Gerade zu kommen. Es dauerte dann doch eine halbe Runde, bis ich mich auf P2 vorarbeiten konnte und die Verfolgung des Führenden, der bereits gut 300 Meter weit weg war, aufzunehmen. Da kam mir dann leider in der 4. Runde ein Elektrikproblem in die Quere, bei dem ich beinahe zu Sturz gekommen wäre und ich verlor in dieser Runde gut 3 Sekunden.

Der Führende war also nicht mehr einzuholen, so konzentrierte ich mich darauf, den Abstand nach hinten nicht kleiner werden zu lassen und fuhr in der 10. von 12 Runden sogar meine schnellste Rundenzeit auf dem Eurospeedway.

Die Meisterschaft ist somit entschieden und auch wieder nicht, es gibt einen Punkt- und Siegesgleichstand zwischen Mark Albrecht und mir.

 

Trainingsrennen in der Lausitz

Eine Woche vor den letzten beiden Läufen zur Pirelli-Süperstock-Meisterschaft absolvierten wir zur Vorbereitung ein Training inkl. Rennen bei der FR-Challenge, um mich und das Motorrad auf die Strecke in der Lausitz vorzubereiten und abzustimmen.

Das 1. Mal mit der 1000er auf der Strecke war zuerst etwas enttäuschend. Als ich 2011 mit der 750er letztmalig hier war, fuhr ich eine Zeit von 1.49.5 genauso wie im 1. Turn mit der 1000er am morgen. Wo zum Teufel, dachte ich, hole ich jetzt die 3-4 Sekunden, die ich mit der 1000er im Vergleich überall schneller war. Doch von Turn zu Turn kamen die Zeiten schnell in die oberen 1.46.

Im Rennen folgte dann zur Erleichterung sogar eine 1.45.9 und ich glaubte wieder an mich :-)

Am 2.Tag auf der Strecke fuhr ich bereits beim 1.Training am Morgen die Zeit des Rennens vom Vortag und konnte mich in den weiteren Turns nochmals deutlich verbessern :-)

Nun spannen wir hier in der Lausitz bis zum nächsten Wochenende aus und gehen frisch und erholt ins spannende und entscheidende Finale des Cup's.

 

 

Bericht aus Brünn

 

Hochsommerliche Temperaturen und diverse kleine technische Probleme begleiteten die beiden Läufe um den Pirelli Superstock Cup. Am Freitag zum ersten Mal mit der 1000er auf der Strecke unterwegs, fand ich zwar schnell die Ideallinie und konnte sehr späte Bremspunkte setzen, doch beim Herausbeschleunigen war kein Grip am Hinterrad zu spüren. Erst dachte ich, es läge an der hohen Asphalttemperatur und den zu harten Hinterreifen, die wir im Cup fahren müssen, am Abend demontierte ich dann das Federbein und erhöhte die Vorspannung der Feder ein wenig und konnte am Samstag beim ersten Lauf einen Zuwachs an Grip verzeichnen. Problem gelöst. Der Start war hervorragend gelungen, aus P3 fuhr ich als Führender zur ersten Kurve und drehte das Gas wieder zu, um als Zweiter in die Runde zu starten. Ich hatte mir vorgenommen, bis zur letzten Runde Material und meine Kräfte zu schonen um dann im letzten Augenblick zuzuschlagen, alles lief bestens, ich konnte locker dem Führenden folgen und studierte die Schwachstellen des Gegners. Wir konnten uns weit von den Verfolgern absetzen, nach etwa der 5. Runde löste sich mein Sitzpolster vom Höcker und verdrehte sich unter meinem Hintern, dazu löste sich auch noch eine Schraube vom Tank und er kippelte in den Rechtskurven so stark, dass ich mich nicht mehr daran abstützen konnte. 2 Runden vor Schluss baute der Hinterreifen plötzlich ab und es fehlte an Grip, um weitere schnelle Runden zu fahren. P2 war da nach so einem Rennen mehr als zufriedenstellend :-)

Zum 2. Rennen am Sonntag erhöhte ich abermals die Vorspannung am Federbein, den Start hatte ich diesmal aber voll verhauen. Als 10. in der ersten Kurve hatte ich viel Arbeit vor mir, doch bereits nach wenigen Runden war ich wieder auf P3 gelandet und es entfachte sich ein heisser Dreikampf an der Spitze, der aber nur kurz anhielt, bis der 2. Platzierte sich in der Arena beim Einbiegen überbremste und über das Vorderrad stürzte. So war es plötzlich wieder genau wie beim ersten Rennen: ich direkt hinter dem Führenden und weit keine Verfolger in Sicht. 2 Runden vor Schluss kam mir dann aber ein zu überrundender Fahrer in die Quere und ich verlor den Anschluss. Diesmal hielt der Grip zwar die komplette Renndistanz, doch wieder nur P2 im Ziel.

Alles in Allem ein erfolgreiches Wochenende mit 2.07er Rundenzeiten.

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, ich freu mich auf Lausitz :-)

 

4. und 5. Lauf Pirelli Superstock in Brünn 26.-28.7.13

am Donnerstag geht es auf nach Brünn, zur schönsten Strecke die ich bisher befahren durfte. Kimi ist vorbereitet, und der Bus bereits beladen. Mit auf die Reise geht ein neuer Satz PVM Räder, bei dem das Vorderrad knapp 1 Kilo leichter ist als das bisherige. Ich bin mal gespannt wie sich der Gewichtsvorteil auf die Handlichkeit auswirkt, ich fühl mich gut und gehe entspannt ins Rennwochenende. Auf dem Plan steht Spaß und Punkte sammeln :-)

Hockenheim 3.6.13 Regio-Cup

Durch die Gunst eines Freundes, der das Training buchte und dann leider nicht fahren konnte, hatte ich die Möglichkeit, an seiner Stelle einen weiteren Trainingstag mit anschliessendem Rennen in Hockenheim zu bestreiten. Der Tag war anfänglich etwas frisch mit nur 13 °C, wurde aber von Stunde zu Stunde wärmer. Von Session zu Session schneller konnte ich im Rennen mit konstanten Zeiten von 1.46 einen Start-Ziel-Sieg feiern.  Danke an den freundlichen Gönner :-)

 

2. und 3. Lauf Pirelli Superstock in Oschersleben

Am Samstag sah es aus, als würde es den ganzen Tag regnen. Um beim Rennen am Nachmittag ein gutes Ergebniss zu erreichen, war ich nun gezwungen, meine Angst abzulegen und bei nasser Strecke zu trainieren.

Als zusätzliches Training startete ich mittags bei regennasser Strecke beim GP1 Rennen, die Rennleitung entschied sich gegen einen Rennstart und stattdessen für eine Superpole. Den Teilnehmern standen 40 Min. zur Verfügung. Mit einer Bestzeit von 1,51,3 ging ich als Sieger hervor.

Am Nachmittag trocknete die Strecke kurz vor dem Start zum 2. Lauf des Pirelli Cups langsam ab. Um den Reifenpoker zu entschärfen hatte sich die Rennleitung entschlossen ebenfalls kein Rennen zu starten, sondern wieder eine Superpole unter den Teilnehmern zu fahren. 

Abermals konnte ich mit einer Bestzeit von 1.33.3 das Rennen für mich entscheiden. 

Am Sonntag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 25 °C zu Lauf 3. Aus der Pole gestartet ging es Kopf an Kopf auf die erste Kurve zu und ich musste viel Risiko gehen, um als Erster einzubiegen. Gleich in der ersten Runde konnte ich meine Gegner abschütteln und einen Vorsprung herausfahren, mit einer Rundenzeit von 1,31,4 verbesserte ich meine persönliche Bestzeit in Oschersleben um 1,5 sec.

 

1. Lauf zur Pirelli Superstock Meisterschaft

Obwohl der erste Trainingstag des Wochenendes bis zur Mittagspause verregnet war, freuten wir uns über die warmen Temperaturen und die zeitweise durchdringenden Sonnenstrahlen. Am Sonntag war es dann endlich ein richtig sonniger schöner Tag mit angenehmen Temperaturen und viel guter Laune unter allen Anwesenden ;-)

Der erste von insgesamt sieben Läufen zur Meisterschaft ist mit dem Sieg gekrönt und die persönliche Bestzeit auf dem Hockenheimring wiedermal verbessert worden.

Classification
Pos No. Name Laps Total time Diff Best time In lap Best speed
1       619    Andreas Ramp    10       17:54.106     01:45.849             6             155.565

 

 

1000km von Hockenheim sind zu Ende

Mit dem 4. Gesamtplatz haben wir das Podium leider knapp verpasst, wir kämpften tapfer bis zur letzten Runde.

Es war bitterkalt und durch die vielen Motorräder auf der Strecke auch extrem anstrengend schnelle Rundenzeiten zu fahren, ohne zu große Risiken bei den Überholmanövern einzugehen.

Ohne Sturz und Technikausfall über eine solche Distanz ist ja auch schon ein Erfolg, über den ich sehr glücklich bin.

In 2 Wochen geht es wieder nach Hockenheim zum ersten Lauf der Pirelli-Superstock-Meisterschaft.

 

2013 Start bei der Pirelli-Superstock-Meisterschaft

Da sich das Seriensport-Reglement für 2013 verändert hat und mein Motorrad nicht zugelassen wird, hab ich mich entschieden einen anderen Weg einzuschlagen.

Termine :

                   11.3.-15.3. Trainingswoche Cartagena (Sp)

                   30.3.   1000KM Hockenheim

                   13.-14.4. Hockenheim

                   17.-19.5. Oschersleben

                   26.-28.7. Brünn

                  14.-15.9. Lausitzring

 

zusätzlich werde ich nach Möglichkeit beim Regio-Cup in Hockenheim am Start sein, Termine folgen.

Ich freue mich auf die neue Saison und hoffe Euch wieder zahlreich an der Strecke begrüssen zu können.

Saison 2012

Die Saison war mit nur 4 Rennen etwas kurz...

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Hier ein kurzes Resume.

Schon beim ersten Seriensport-Rennen am Nürburgring musste ich leider gleich 2 Mal zu Boden. Das Rennen war trotz des 1. Sturzes im Training und nach total vermasseltem Start mit großartiger Aufholjagd gesegnet, doch als ich auf P3 nach vorne kam, übertrieb ich es mit der Schräglage und der 2. Sturz war nicht mehr zu verhindern. Totalausfall!

Das 2. Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben hatte ich nach einem super gelungenem Start aus der 3. Startreihe bereits in der 1. Kurve P3, doch dank einem falschen Setup an der Geometrie des Bike`s musste ich vor jeder Kurve gefühlte 30 Meter früher als die Mitstreiter den Bremspunkt setzen und landete am Ende auf P9.

Mit neuer Einstellung ging es dann noch am selben Tag in Rennen 3 wesentlich besser und ich startete wie beim Rennen zuvor und konnte den 3. Platz bis ins Ziel behaupten.

Dann kam Rennen 4 am Schleizer Dreieck, das Training war bis kurz vor Ende regnerisch und ich fühlte mich im Nassen sehr unwohl.

Aber das Beten an den Wettergott war hilfreich und es wurde trocken. Aus der 4. Startposition kämpfte ich mich nach dem 1. Drittel auf P3 und am Ende des 2. Drittels sogar auf den 2. Platz vor und beendete die Saison mit dem gesamt 4. Platz im Cup.

Neben dem Seriensport war ich zeitweise auch im Regio-Cup in Hockenheim mit am Start, da zeigte sich am Besten, wie gut ich mit dem neuen Motorrad zurecht komme.

Meine bis dahin beste Rundenzeit in Hockenheim von 1.49.1 mit der 750er konnte ich um 3 Sek. auf 1.46.1 verbessern.

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Cartagena 2012


Saison 2011

Meine erste volle Seriensport-Saison war gleich ein Erfolg...

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Das 1. Rennen in Schleiz begann ich wieder des Reglements wegen aus der letzten Startreihe, ich war kurz vor diesem Wochende erstemals zum Training in Schleiz, doch wegen Sturms und Regengüssen hatte ich ganze 10 Runden gedreht, immerhin genug, um mir mental die Strecke anzueignen und die Übersetzung herauszufahren. Nach dem Start ging es schnell nach vorne, wo ich rundenlang versuchte, Frank Röder auf P2 zu überholen, was ich allerdings erst bemerkte, als die Zielflagge kam und man mich ins Parc fermé lotste.

Damit durfte ich dann beim 2. Rennen in Oschersleben von P3 starten. In der Dauerprüfung löste sich dummerweise Ende der Startzielgerade der Kühlerschlauch von der Wasserpumpe und mit viel Glück konnte ich einen Sturz gerade noch mit einem Ritt ins Kiesbett verhindern, nun musste ich am Streckenrand das Trainingsende abwarten und ich bekam wegen zu geringer Rundenzahl 20 Strafsekunden.

Der Druck in mir stieg damit sehr und die Temperatur an diesem Tag (32°C) trug dazu bei, dass ich mich sehr unwohl fühlte, ich hätte beinahe den Start verschlafen. An dieser Stelle nochmal Dank an Frank Kopp und Tobias Strohner, die mich gerade noch rechtzeitig geweckt haben.

Nervös wie ich war, löste ich auch noch einen Frühstart aus, was mir weitere 20 Strafsekunden einbrachte. Auf der Strecke war ich nach Runde 1 bis kurz vor Rennende in Führung und musste leider wegen erheblichen Kreislaufproblemen den bis dahin hinter mir liegenden Hans Ellmaurer ziehen lassen. Mit 1 Sekunde Abstand auf den Sieger wurde ich dann inklusive der 40 Strafsekunden auf den 7. Platz verwiesen.

Beim nächsten Rennen in Lausitz, nicht gerade meine Lieblingstrecke, war ich vom Start weg hinter dem späteren Start-Ziel Sieger Toni Heiler und konnte diesen 2. Platz mit gutem Vorsprung zum Drittplatzierten ins Ziel bringen.

Auf Hockenheim hab ich mich dann sehr gefreut. Es ist immerhin meine Hausstrecke, auf der ich im vergangenen Jahr ein fanthastisches Ergebnis hinlegte. Alles lief wie geplant, bis kurz vor dem Start das Wetter plötzlich für Aufregung im Fahrerlager sorgte. Ich ging auf Risiko und montierte in letzter Minute die Trockenbereifung. Zu diesem Zeitpunkt lagen Toni Heiler und ich Kopf an Kopf in der Meisterschaft, also konnte ich einen Sieg gut gebrauchen. Vom Start weg ging ich wie erhofft in Führung und mein Plan lag in der Flucht. Doch in der 3. Runde begann es zu regnen, ich wäre um ein Haar gestürzt und Toni konnte an mir vorbeiziehen. Das Rennen wurde dann aber abgebrochen und ist nicht wieder gestartet worden. Keine Punktewertung.

In Oschersleben nun, zum 2. Mal in dieser Saison, hatte mein Hauptgegner leider bereits im Training einen technischen Defekt erlitten, worauf ich ihm mein Ersatz-Motorrad angeboten hatte, doch die Rennleitung war dagegen. Ich wollte auf der Strecke gewinnen, aber nicht wegen eines Defekts des Gegners. Im Rennen lief es dann hervorragend, gleich nach dem Start war ich in Führung und konnte meinen Vorsprung kontinuierlich bis auf  20 Sekunden ausbauen. Sowie meine Rundenzeit gegenüber dem 1. Oschersleben-Rennen um eine Sekunde verbessern.

Der alles entscheidende Lauf am Nürburgring brachte zu dieser Jahreszeit aussergewöhnlich gutes Wetter, was mir ein beruhigendes Gefühl bescherte, da ich übers Jahr im Regen kaum Trainingserfahrung sammeln konnte. In der Nacht vor dem Rennen erhielt ich zu später Stunde einen Anruf, dass es einen professionellen Gasttsarter geben wird, der den Auftrag habe, mich auszubremsen und dadurch meinem Meisterschaftskonkurenten den Sieg zu ermöglichen. Das wiederum motivierte mich zusätzlich, mein Bestes zu geben und die Meisterschaft gewinnen zu wollen. Der Start verlief bestens. In der 1. Kurve rechnete ich mit heftigen Ausbremsmanövern, doch ich schien so spät gebremst zu haben, dass es nicht dazu kam. Ich hab mich dann bis zur letzten Runde nur nach vorne orientiert und mich nicht umgesehen. Umso überraschter war ich dann, als ich mich zu Beginn der letzten Runde umdrehte und keiner meiner Verfolger zu sehen war. 

Der Sieg brachte mir die Meisterschaft in meiner ersten vollen Saison. 

 

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Saison 2010

Meine ersten Versuche im Seriensport...

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Im Jahre 2010 hab ich an drei Seriensport-Veranstaltungen als Gaststarter teilgenommen.

 

Bei meinen ersten Teilnahmen im Sereiensport musste ich als Gaststarter aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen, da ich dann auch noch auf für mich neuen Strecken fuhr, war es schwer, sich nach vorn zu kämpfen und beendete die ersten beiden Läufe auf P10 und P9.

Dann kam das Highlight des Jahres für mich, Hockenheim.

Mit hervorragender Streckenkenntnis aus jahrelanger Teilnahme an den Touristenfahrten und dem ein oder anderen Renntraining, ging ich abermals aus der letzten Startreihe ins Rennen, bereits in der ersten Runde kam ich als 6. ins Motodrom eingefahren.

Runde um Runde kämpfte ich mich weiter nach vorne und konnte es am Ende kaum fassen, den Sieg geholt zu haben.

Meine Rundenzeit verbesserte ich im Laufe des Rennens auf eine sagenhafte 1.49.10

Der Virus hatte mich gepackt, ich musste 2011 als Dauerstarter weitermachen.   

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Andy Ramp

www.facebook.com/andy.ramp


Barcelona 24h 2015